|
Der Hinduismus kennt viele Beispiele für die Allgegenwart des Göttlichen in der Natur. So wird beispielsweise der Fluss Ganges oft als Göttin verehrt. Das Universum und alles darin besitzt einen Eigenwert und existiert nicht um der Menschen willen. Daher ist alles Leben des Respekts würdig. Hindus glauben, dass alle Pflanzen und Tiere eine Seele haben und im Universum gleichwertig sind. Wer ein Tier tötet, muss täglich eine Buße namens Visva Deva vollziehen. Dabei wird dem Schöpfer zubereitetes Essen als Opfergabe dargebracht, um ihn um Vergebung zu bitten.
Der Schutz der Umwelt gilt als Ausdruck des Dharma (oft übersetzt als Pflicht oder Tugend) und kann sich positiv auf das Karma auswirken. Gewaltlosigkeit (Ahimsa) gegenüber der Erde und anderen Tieren verbessert ebenfalls das Karma und ist der Grund, warum viele Hindus sich vegetarisch ernähren und das Töten von Tieren vermeiden. |