„Und die Erde hat Er allen Lebewesen zugeteilt.“ (Sure 55:10)
Wie dieser Vers verdeutlicht, erschuf Gott die Erde für alle Lebewesen. Der Koran besagt auch, dass alle Lebewesen Gott auf unterschiedliche Weise und in verschiedenen Sprachen preisen. Der Koran beschreibt die Menschheit als Gottes Verwalter (Khalifah) auf Erden. Dem Menschen ist somit die Aufgabe anvertraut, Ordnung und Gleichgewicht (Mizan) auf Erden zu bewahren. Muslime werden jedoch durch den Koran und die Sunna daran erinnert, Tiere mit Respekt und Mitgefühl zu behandeln.
Die islamische Tradition liefert uns sogar Beispiele für Naturschutz: Der Prophet Mohammed (Friede sei mit ihm) selbst errichtete Schutzgebiete um Mekka und Medina, in denen das Fällen von Bäumen und die Jagd verboten waren. Er gewährte allen Lebewesen Rechte und rief zum Schutz des Wassers auf. Die Bewahrung des von Allah geschaffenen Gleichgewichts ist so wichtig, dass man sich um das irdische Paradies kümmern sollte, bevor man ins Jenseits eintritt. Imam Ahmad sagte dazu:
„Auch am Jüngsten Tag soll jeder, daer einen Spross in der Hand hält, ihn einpflanzen.“