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Der göttliche Schöpfer hat jeder Art die Mittel zum Leben und zur Ernährung gegeben. Die Sikh-Schriften erklären, dass der Sinn des menschlichen Daseins darin besteht, im Einklang mit dem Ewigen und damit mit der gesamten Schöpfung zu leben. Der Sikhismus lehrt Achtsamkeit und Bescheidenheit, denn Spiritualität bedeutet auch Befreiung von materiellen Zwängen und Verlockungen.
Die Sikh-Gurus leben im Einklang mit der Natur. Als Guru Har Rai (der siebte Guru) beispielsweise die Stadt Kiratpur Sahib gründete, ließ er zahlreiche Gärten und Parks anlegen und pflanzte Blumen und Obstbäume, die Vögel anlocken. Aufgrund seiner Sensibilität für Natur und Tiere wird der Tag der Inthronisierung von Guru Har Rai auch als Sikh-Umwelttag begangen, der jedes Jahr am 14. März gefeiert wird. Insbesondere der erste Guru, Guru Nanak Dev Ji, betonte, dass die Welt um uns herum stets unseren inneren Zustand widerspiegelt. Die gegenwärtige Instabilität der Erde ist daher ein Spiegelbild der Instabilität und des Leids im Menschen. |