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Seit prähistorischen Zeiten regen Bienen den menschlichen Appetit an und beflügeln unsere Fantasiewelt. Dennoch ist es schwierig, das Bewusstsein für Bienen als Lebewesen und als bedrohte Arten zu schärfen, da das Wissen der meisten Menschen auf zwei Tatsachen beschränkt ist: Bienen produzieren Honig und Bienen stechen.
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Diese beiden Tatsachen spiegeln die Vielfalt der Bienenarten kaum wider. 90 % der weltweit 20.000 bekannten Bienenarten sind tatsächlich solitär (das heißt, die Weibchen bauen separate Nester für ihre Eier) und produzieren keinen Honig. Diese Solitärbienen haben bisher kaum Beachtung gefunden. Erst in den letzten etwa 100 Jahren hat eine kleine Gruppe von Ökologen und Entomologen sie als Teil der biologischen Vielfalt von Ökosystemen wahrgenommen und erforscht. |
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Dies ist verheerend, denn 75 % der 100 wichtigsten Nahrungspflanzen weltweit werden von Insekten, vor allem von Bienen, bestäubt. Wildbienen sind nicht nur effiziente Bestäuber, sondern auch vom Aussterben bedroht, was zu zunehmender Ernährungsunsicherheit und sozialer Instabilität führen wird. Der Mangel an Wissen über Bienen und die sozialen Unruhen aufgrund der durch den Bienenrückgang verursachten Ernährungsunsicherheit werden heikle Probleme aufwerfen. |